Postdistanzsäule Pirna Grohmannstraße
erbaut
neues Schriftstück aus weichem Cottaer Marmor eingefügt
wurde die abgefallene Spitze durch eine viel zu kurze ersetzt
4. Standort
historisch-getreue Restaurierung der letzten Pirnaer Distanzsäule
Von den 3 Pirnaern Distanzsäulen existiert nur noch die vor dem ehemaligen "Dohnaischen Tor", der jetzigen Grohmannstraße/Ecke Jacobäerstraße. Sie trägt die Jahreszahl 1722 und steht seit 1956 an ihrem 4. Standort in einer städtischen Grünanlage. Der ursprüngliche Standort war die Breite Gasse, ab 1843 am Eingang des "Brotkorbweges", 1905 auf dem Tischerplatz und seit 1956 am Eingang der Jacobäerstraße. Im Jahre 1905 wurde ein neues Schriftstück aus weichem Cottaer Sandstein bei einer Restaurierung eingefügt. Die Entfernungsangaben stimmen jedoch nicht mit denjenigen überein, die angeordnet waren und in der Postsäulenakte des Stadtarchivs überliefert sind.
Die abgefallene Spitze wurde 1945 durch eine viel zu kurze ersetzt. Daher wurde eine historisch-getreue Restaurierung der letzten Pirnaer Distanzsäule 1987 vorgenommen. Die Säule besteht aus Sandstein und ist 4,50 m hoch. Sie wurde mit dem Polnisch-Litauischen (weißer Adler bzw. Reiter auf rotem Grund) sowie dem Kursächsischen Wappen (rote, gekreuzte Kurschwerter) auf Befehl Augusts des Starken geschaffen. Die schlanken Steinsäulen dokumentieren nicht nur ein Stück Verkehrsgeschichte, sondern sie bieten auch eine äußerst gelungene Verbindung von technischer Funktion und künstlerischer Gestaltung.

Entfernungsangaben in Stunden

1 Postmeile = 2 Wegstunden = 9,062 km
1/2 Postmeile = 1 Wegstunde = 4,531 km
1/4 Postmeile = 1/2 Wegstunde = 2,265 km
1/8 Postmeile = 1/4 Wegstunde = 1,13 km
1/16 Postmeile = 1/8 Wegstunde = 0,57 km

1722
1905

1945

1956
1987
Postdistanzsäule Pirna Grohmannstraße