Wehlsche
Marter
Die "Wehlsche Marter", deren Standort mehrfach wechselte, ist Rest
eines reichlich 3 Meter hohen Denkmals aus Sandstein und steht heute an der
alten Straße von Dresden nach Pirna in Nähe der Brauden (Brauden = Bezeichnung
für eine Stromschnelle). Diese Elbstromschnelle begann auf der Strecke unterhalb
Pirnas, in der Mitte zwischen Mündung von Gottleuba und Wesenitz. Unter anderem
wird angenommen, dass dieses Monument ein Warnungszeichen für die Elbschiffer
war, da dort die gefährlichen Stromschnellen begannen. Eine weitere Vermutung
ist, dass diese Säule ein Sühnedenkmal gewesen sein könnte, welches der Wehlener
Ritter Hans von Clumen (Besitzer des Schlosses Wehlen) für den Totschlag des
Vorwerkpächters Rosemann auf dem Vorwerk Heydenowe im Jahre 1460 und für den
Überfall auf dessen Familie errichten lassen musste, deshalb Wehlsche = Wehlische
oder Wehlnische Marter. Desweiteren wurde die Wehlsche Marter vielfach als
"Tetzelsäule" bezeichnet, da der Dominikanermönch Johannes Tetzel
im 15./16. Jahrhundert auch hier seinen Ablasshandel betrieben haben soll.
Doch all dies sind nur Vermutungen und konnten bis heute nicht nachgewiesen
werden.