Sühnekreuz
Sühnekreuz 

um 15./ 16. Jh. entstanden

Der Standort des Steinkreuzes, dessen Ursprung vermutlich im 15./ 16. Jahrhundert liegt, befindet sich an der Elbstraße (zwischen Heidenau und Pirna). Auf dem Kreuz sind insgesamt sechs Kreise (acht- bzw. sechsfach geteilt) eingeschlagen. Die Deutung, ob die Kreise Wagenräder darstellen und somit auf einen Unfall hinweisen, oder ob sie Sonnenzeichen darstellen, konnte leider bis heute nicht erwiesen werden.

Wehlsche Marter
Wehlsche Marter

Die "Wehlsche Marter", deren Standort mehrfach wechselte, ist Rest eines reichlich 3 Meter hohen Denkmals aus Sandstein und steht heute an der alten Straße von Dresden nach Pirna in Nähe der Brauden (Brauden = Bezeichnung für eine Stromschnelle). Diese Elbstromschnelle begann auf der Strecke unterhalb Pirnas, in der Mitte zwischen Mündung von Gottleuba und Wesenitz. Unter anderem wird angenommen, dass dieses Monument ein Warnungszeichen für die Elbschiffer war, da dort die gefährlichen Stromschnellen begannen. Eine weitere Vermutung ist, dass diese Säule ein Sühnedenkmal gewesen sein könnte, welches der Wehlener Ritter Hans von Clumen (Besitzer des Schlosses Wehlen) für den Totschlag des Vorwerkpächters Rosemann auf dem Vorwerk Heydenowe im Jahre 1460 und für den Überfall auf dessen Familie errichten lassen musste, deshalb Wehlsche = Wehlische oder Wehlnische Marter. Desweiteren wurde die Wehlsche Marter vielfach als "Tetzelsäule" bezeichnet, da der Dominikanermönch Johannes Tetzel im 15./16. Jahrhundert auch hier seinen Ablasshandel betrieben haben soll. Doch all dies sind nur Vermutungen und konnten bis heute nicht nachgewiesen werden.

Sühnekreuz
Wehlsche Marter