Die Ausstattung des Hausinneren macht
einen vornehmen Eindruck. Das Gebäude mit hellen, großräumigen Treppenhäusern,
Fußboden aus Terrazzo, Granitstufen, mit romanischen Elementen, ornamentierten
Decken und Säulen war ein Musterbau auf dem Gebiet des Schulwesens.
Das
Gebäude ist mit mehreren plastischen Arbeiten verziert. Am 2-teiligen Haupteingang
sind aus Sandstein gefertigte Plastiken der Köpfe Luthers und Pestalozzis zu
sehen. Eine Herkules ähnliche Figur hebt die Symbole für Fleiß und Trägheit,
Bienenkorb und Schnecke. Darunter ist das Heidenauer Wappen eingehauen. Der
Spruch "Segen ist der Mühe Preis" zeigt sich zwischen modernen Wandverzierungen.
Damals
befanden sich in der Pestalozzischule neben der öffentlichen, allgemeinen
Volksschule eine Hilfsschule und eine Berufs- u. Fortbildungsschule. Ab 1938
gingen Mädchen und Knaben in getrennte Klassen und benutzten auch verschiedene
Eingänge. Ab Juni 1945 wurden die Klassen wieder gemischt. Neben inhaltlichen
und räumlichen Veränderungen in der Schule wurden im Laufe der Zeit auch zahlreiche
Modernisierungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen am Gebäude ausgeführt. Nachdem
die Pestalozzischule viele Jahre Polytechnische Oberschule war, wurde sie nach
der Schulreform im Jahr 1992 zum Gymnasium ernannt. Moderne Lehrkabinette ermöglichen
den Schülern eine interessante und fachgerechte Ausbildung.