Ende des 19. Jahrhunderts plante der Johanniterorden, in Sachsen ein größeres Krankenhaus zu errichten, da das bisherige Gebäude in Riesa zu klein wurde. Da seit 1890 in und um Heidenau  eine Industrieballung einsetzte und somit auch verstärkte medizinische Versorgung der Industriearbeiter erforderlich war, beschloss der Johanniterorden den Krankenhausbau in Dohna-Heidenau. 1902 konnte dieses Krankenhaus nach einer nur 14-monatigen Bauzeit auf der grünen Wiese an einem leicht ansteigenden Hang teils auf Dohnaer, teils auf Heidenauer Flur, umgeben von Gartenanlagen mit reichlich Laub- und Nadelholz, eingeweiht werden. Es wurde nach Grundsätzen moderner Baukunst ausgeführt und nach Vorschriften und Errungenschaften ärztlicher Heilkunst ausgestattet.
Die bevorstehende Schließung des Krankenhauses auf Grund finanzieller Schwierigkeiten in der Weltwirtschaftskrise konnte durch die Unterstützung des leitenden Personals und durch Spenden umliegender Betriebe und Institutionen abgewendet werden. In den beiden Weltkriegen wurde das Krankenhaus als Lazarett genutzt. Da in dieser Zeit das Gebäude trotz Belegung sämtlicher Kellerräume nicht ausreichte, wurden zusätzlich die Turnhallen der Pestalozzischule (im 1. Weltkrieg) und der Goetheschule (im 2. Weltkrieg) als Lazarett umfunktioniert. Außerdem wurde im 2. Weltkrieg das Friedrichschlösschen im Barockgarten Großsedlitz als Lazarett eingerichtet, welches noch bis 1969 Zweigkrankenhaus war, so dass die Gesamtbettenzahl auf 230 Betten anstieg. 1949 ging das Johanniter-Krankenhaus in Staatliche Verwaltung über. Die Stadt Dohna wurde lt. Grundbuch Grundstückseigentümer und aus finanziellen Gründen übernahm der Kreis Pirna die Leitung. Im Jahr 1991 wurde der Johanniter-Orden wieder Träger der Einrichtung. Heute hat das Johanniter-Krankenhaus Dohna-Heidenau eine Innere Abteilung, eine Chirurgische Abteilung, eine Intensivtherapieabteilung und eine Urologie. Es ist im Krankenhausplan Sachsen als Krankenhaus der Regelversorgung eingetragen, verfügt über modernste technische Ausrüstung, hat ca. 153 Betten und zum Personal gehören 24 Ärzte, 78 Schwestern und weiteres Hilfs- und Pflegepersonal. Die Verbesserung der Bausubstanz wurde vom Träger intensiv in die Wege geleitet und teilweise begonnen. Der Johanniter-Orden ist in Heidenau mit 3 Bereichen vertreten, d. h. das Krankenhaus selbst, die Johanniter-Unfallhilfe und das Seniorenheim Heidenau. Zuletzt genanntes wurde durch Um- und Neubau umfangreich erweitert.
Lazarett (1. Weltkrieg)
Lazarett (1. Weltkrieg)
Erster Chefarzt war Sanitätsrat Dr. v. Hopffgarten, sein Nachfolger Dr. Schürmann. Von dem an der Sedlitzer Straße befindlichen Gebäude hatte man einen weiten Ausblick über das Elbtal. Durch Erwerb angrenzender Grundstücke vergrößerte sich das Areal, so dass die Bettenzahl von anfänglich 62 Betten ständig anstieg. Durch mehrere Erweiterungen des Krankenhauskomlexes konnte neben neuen OP-Sälen, Entbindungsstation, Röntgenabteilung und Labor auch zusätzliche Patientenaufnahmekapazität geschaffen werden.
Johanniter Krankenhaus (Teilansicht)
Johanniter Krankenhaus (Teilansicht)