Der
Name Erlichtmühle geht auf eine Erlenlichtung am Mühlgraben zurück, dem Standort
des Gebäudekomplexes. Sie ist eines der ältesten Bauwerke in Heidenau und galt
stets als Gommerner Mühle, da sie auf der Flur Gommern steht. Die Mühle durchlebte
fast die ganze Historie Heidenaus. Im Pirnaer Betriebsteil der Getreidewirtschaft
wurde hier bis 1991 Hartweizen gemahlen, welchen man zu Eierteigwaren verarbeitete.
Durch aufwendige Rekonstruktion 1993/94 erfolgte der Umbau des gesamten Gebäudekomplexes
zu einem Wohn- und Geschäftszentrum. Im Hauptgebäude wurden neue Wände und Decken
eingezogen. Dadurch entstanden moderne Büro- und Geschäftsräume. Saniert wurde
auch das Seitengebäude, hier befanden sich früher u. a. Ställe.
Da das Haupthaus der Erlichtmühle (mit markantem Siloturm) unter Denkmalschutz
steht, wurde dies gemäß allen Auflagen rekonstruiert. Die Neubauten fügen
sich übergangslos und harmonisch in das Gesamtensemble ein. Nach Rekonstruktion,
Modernisierung und Neubau wurde aus einer alten Mühle ein attraktiver Wohn-
und Gewerbekomplex. Im Keller des Hauptgebäudes steht die Wasserturbine als
kleines technisches Denkmal. Mit dieser Turbine wurde in den sechziger Jahren
das Malwerk angetrieben. Die drei Gebäude der Erlichtmühle stellen als multifunktionales
Nahversorgungszentrum zwischen Wohnen, Arbeiten und Einkauf eine Einheit dar.
Die ca. 3000 Quadratmeter Dienstleistungsfläche und ca. 1000 Quadratmeter
Handelsfläche beherbergen heute neben Einkaufsmarkt, Fleischer, Bäcker und
Drogeriemarkt auch Polizeidienststelle, Arztpraxis, Büroausstatter, Steuerberatungsbüro,
Anwaltskanzleien, Bürodienstleistung, Ingenieurbüros, Versicherungsbüros und
weitere Unternehmen.
Durch
eine kleine Passage kann man einen weiteren Neubau erreichen. Ebenfalls sanierte
man den Mühlgraben und das Mühlwehr. Der Komplex der Erlichtmühle wird nach
der Rekonstruktion zu 40 % gewerblich genutzt, 60 % stehen als Wohnraum zur
Verfügung.