Der
Strauß ist der größte, flugunfähige Laufvogel aus den Steppen/ Savannen Südafrikas.
Es gibt fünf Arten oder Rassen:
- Südafrika- oder Zulu-Strauß, Südafrika
- Mali- oder Berber-Strauß, Nordafrika
- Massai-Strauß, Ostafrika
- Somali-Strauß, Äthiopien, Nordkenia, Somalia
- Arabischer Strauß (ausgestorben seit ca. 1960)
Er kann eine Höhe bis zu 3 Metern und ein Gewicht von ca. 150 kg erreichen.
Durch die Zurückbildung seiner Flügel und Federn kann er nicht fliegen. Zum
Ausgleich seiner Flugunfähigkeit besitzt er sehr kräftige Beine. Mit diesen
kann er Geschwindigkeiten von über 50 km in der Stunde laufen. Dieses Tempo
kann er über einen längeren Zeitraum (ca. 15 Minuten) halten. Strauße sind
vorwiegend Pflanzenfresser. Einen Ausgleich zur Nahrung bilden kleine Säuger,
Eidechsen und Käfer. Ab und zu schlucken sie kleine Steine oder andere Objekte,
diese helfen im Magen die Pflanzenteile zu einem feinen Brei zu vermahlen.
Durch die ausgezeichnete Sehkraft seiner Augen kann der Strauß Bewegungen
auf eine Entfernung bis zu dreieinhalb Kilometern ausmachen. Auch Gegenstände
direkt unter dem Schnabel können sie sehen. Ihr Gehör ist gut ausgebildet,
Geruchs- und Geschmackssinn sind dagegen verkümmert.
Strauße
können lange Zeit ohne Wasser ausharren. Aus Neugierde stecken Strauße manchmal
ihren Kopf in Erdspalten und Löcher, niemals bei Gefahr, wie oft vermutet wird.
Wenn junge Strauße überrascht werden, täuschen sie manchmal den Tod vor, d.
h. sie legen sich mit vollständig ausgestrecktem Hals hin. Auch bei erwachsenen
Tieren konnte dieses Verhalten schon beobachtet werden. Strauße können sehr
alt werden, fünfzig bis sechzig Jahre sind keine Seltenheit. In unmittelbarer
Nähe des Straußengeheges befindet sich die Südamerikaanlage (ca. 2500 m²), in
der neben Maras, Wasserschweinen, Vicugnas und Andengänsen auch eine Reihe von
Nandus leben. Nandus sind Straußenähnliche Laufvögel und können eine
Größe von 1,40 Metern erreichen.