Orang-Utan

Zahlreiche verschiedene Affenarten sind im Dresdner Zoo untergebracht. Im Menschenaffenhaus haben die Sumatra-Orang-Utans (malayisch "Waldmenschen") ihr Zuhause. Dem Gebäude schließt sich eine großräumige Affenfreianlage an, in der sie sich voll austoben können. Sie sind die einzigen Vertreter der Menschenaffen in Asien und leben in zwei Unterarten auf Sumatra und Borneo. Ihr Leben verbringen sie fast ausschließlich auf Bäumen in üppigen Mischregenwäldern. Die Menschenaffen haben Tradition im Dresdener Zoo, denn bereits 1927 gelang hier die erste Aufzucht in Menschenobhut überhaupt. Bis 1994 wurden 25 Orang-Utans geboren und 21 von ihnen wurden erfolgreich von den Eltern in der Gruppe aufgezogen. In dem Haus für niedere Affen ist eine der größten Zuchtgruppen Guerezas zu sehen, die in einem europäischen Zoo gehalten werden.

Außerdem leben dort noch indische Hulman-Affen (heiliger Affe Südostasiens) und Bartaffen, Rotbauchtamarine, Springtamarine, Riesengalagos, Lisztäffchen und viele andere Affenarten. Die Mandrills, eine sehr bunte Urwaldpavianart aus Westafrika ist in der Tierhalle des Afrikahauses untergebracht. Auch ihnen steht ein Freigehege zur Verfügung. Gegenüber des Elefantenhauses befindet sich die Insel der Totenkopfäffchen. Die Gesichtszeichnung dieser zierlichen Baumbewohner aus Südamerika erinnert an einen Totenkopf (englischer Artname "Eichhörnchenaffe"). Eine größere Gruppe von Rhesusaffen lebt im 1992 restaurierten ehemaligen "Affenparadies", einer Felsanlage im Freien. Die Anlage bietet ihnen ein beheiztes Haus, viele Spielebenen, Wärmeplatten und einen Wasserfall.

Rhesusaffen in der Felsanlage