Die
Humboldtpinguine, die lustigen Vögel im Frack, sind in ihrer südamerikanischen
Heimat stark bedroht. In Zoos sind sie inzwischen wieder zahlreich vertreten
und vermehren sich regelmäßig. Die Humboldtpinguine sind Tropenpinguine. Sie
gelangten mit den kalten Meeresströmungen, die aus der Antarktis kommen, schon
vor vielen tausend Jahren nach Peru. Deshalb kommen sie nie mit Eis und Schnee
in ihrer Heimat in Berührung. Der Fischreichtum der Meere bietet ihnen eine
optimale Nahrungsgrundlage. Sie jagen in Tiefen bis zu 80 Metern nach kleinen
Fischen, wobei sie Ihre Flügel als Flossen verwenden. Sie nisten gern auf Guanoablagerungen
(Vogelkot) auf Inseln. Zwischen den Brutkolonien und der Küste existieren "Pinguinstraßen",
auf denen sich die Vögel bevorzugt bewegen. Die Nester graben beide Partner
und es werden immer 2 Eier gelegt. Die Eier und Kücken sind oft Ziel der Dominikanermöwen,
welche die Hauptfeinde der Pinguine sind.
Der
industrielle Abbau des Guanos als Dünger raubte den Pinguinen nach und nach
die Brutmöglichkeiten, deshalb gibt es nur noch wenige Humboldtpinguine vor
Peru und Nordchile. Es gibt heute weniger als 3000 dieser Vögel vor der südamerikanischen
Küste, daher kommt ihrem Schutz eine besonders große Bedeutung zu.