Außerdem setzte man statt des geplanten Pyramidendaches ein niedriges Satteldach auf. Seit 1755 befand sich die Neustädter Hauptwache in diesem Gebäude. Die Bezeichnung "Blockhaus" setzte sich erst um 1777 durch. 1831 bezog das Kriegsministerium Quartier im Blockhaus. Hauptquartier der Regierungstruppen wurde es auch während der revolutionären Ereignisse 1848/49. Das Dachgeschoss wurde 1892/93 stilwidrig umgebaut. In dieser Zeit wurde ein Fassadenschmuck angebracht, der sich heute am Ostgiebel der Neustädter Markthalle befindet. Nach 1918 brachte man im Gebäude die Wehrkreisbücherei unter. 1945 blieb auch das Blockhaus vom Bombenhagel nicht verschont. In den sechziger Jahren sicherte man die Fassaden des Hauses. 1975/82 erfolgte eine umfassender Wiederaufbau, wobei im Inneren einige Veränderungen vorgenommen wurden. Danach nutze man das Blockhaus als "Haus der DSF". Eine öffentliche Gaststätte befand sich auch im Haus. Nach 1990 nutzte die Stadt das Gebäude für verschiedene Veranstaltungen. Im Herbst 1993 ging es in den Besitz des Freistaates Sachsen über. Das Blockhaus dient seitdem ebenfalls Ausstellungs- und Veranstaltungszwecken.

