Aus dieser Zeit stammen viele markante Bauwerke, z. B. das Schauspielhaus in der Ostra-Allee, die Semperoper, das Kunstakademiegebäude, das Ständehaus oder das neue Rathaus. Dieser Zeit der Umwälzungen und des Heranwachsens der Stadt folgte der 1914 begonnene Erste Weltkrieg, der wieder Not und Elend mit sich brachte. 1918 dankte der letzte König ab (König Friedrich August III.). Es entstand der Freistaat Sachsen. Kaum erholt von den Folgen des Ersten Weltkrieges brachte die Weltwirtschaftskrise (1929/33) weitere Niederlagen für die Entwicklung der Stadt. Der zweite Weltkrieg legte mit den Bombenangriffen im Februar 1945 die Stadt völlig in Schutt und Asche. Kein anderes geschichtliches Ereignis fügte Dresden solche Wunden zu. Unzählige Menschen (ca. 40.000) fanden den Tod. Geschichtsträchtige und kulturhistorische Bauten, Banken, Versicherungsgebäude, Kaufhäuser, Hotels, Kinos, Theater, Verwaltungsgebäude, Wohnhäuser u. a. wurden zerstört, d. h. fast die ganze Altstadt war von Trümmern begraben.
Andere Bauten, wie z. B. das Residenzschloss oder die Frauenkirche sind derzeit noch im Aufbau, wobei das Jahr der endgültigen Fertigstellung noch nicht festgelegt werden konnte, da die Wiederherstellung dieser Gebäude sehr aufwendig und kostenintensiv ist. 1949 wurde die DDR gegründet. Dresden wurde zur Bezirkshauptstadt. Ein Konzept für den Gesamtaufbau der Stadt gab es zu Regierungszeiten der DDR leider nicht. Durch die Vernachlässigung der Erhaltung der Altbausubstanz und den Bau neuer Wohnsiedlungen bekam die Stadt ein völlig neues Aussehen. Aus Dresden wieder einen so bedeutenden Industriestandort zu machen wie vor dem Krieg, gelang leider nicht mehr. Dennoch ist Dresden eine Stadt der Wissenschaft geblieben. Dabei sind u. a. die Technische Hochschule (Universität), 8 weitere Hochschulen, das Institut Manfred von Ardenne, die Kunstakademie, das Hygienemuseum besonders erwähnenswert. 1989/90 begann mit der Wiedervereinigung nicht nur für Dresden eine neue Geschichtsepoche. Nachdem die Unruhen im Herbst 1989 unblutig ausgegangen und die Mauern gefallen waren, begann ein neuer Abschnitt in der Entwicklung Dresdens. Das Land Sachsen wurde wieder Freistaat und Dresden Landeshauptstadt. Eine umfassende Bautätigkeit begann. Tag für Tag erhält die Kultur- und Kunststadt Dresden ein neues Aussehen und sie zählt heute wieder zu den schönsten Großstädten Deutschlands.
Das zerstörte Dresden 1945
Auch umliegende Stadtteile blieben von Bombenangriffen nicht verschont. Dieses Inferno war ein tiefer Einschnitt in die Geschichte Dresdens. Im Mai 1945 zog die sowjetische Armee in Dresden ein. Nachdem die größten Trümmerhaufen beseitigt und die notdürftige Wiederherstellung der wichtigsten Lebensfunktionen für die Stadt geschafft war, begann Anfang der fünfziger Jahre die Phase eines mühevollen Wiederaufbaus, welcher bis heute andauert. Eine große Anzahl historischer Bauwerke wurde bereits wieder hergestellt.
Das zerstörte Dresden 1945
Dresden heute (Teilansicht)
Dresden heute (Teilansicht)