Man nimmt an, dass mehrere Siedlungen schon vor der Gründung Dresdens existierten,
die linkselbische slawische Siedlung um den Standort der Frauenkirche herum,
eine deutsche Kaufmannsniederlassung und das rechtselbische "Altendresden"
(später Dresden-Neustadt). Erstmals wurde Dresden als "Dreseden" in
einer Urkunde Dietrich des Bedrängten vom 31.03.1206 erwähnt. In diesem
Schriftstück ging es um einen Grenzstreit zwischen dem Burggrafen Heinrich II.
von Dohna und dem Hochstift Meißen. Die Zeit des Hochmittelalters brachte Umbrüche
und Wandlungen in allen Bereichen mit sich. Der Handel und das Gewerbe blühte
auf und aus Dörfern wurden Städte. Dresden wurde in einer Urkunde des Markgrafen
von Meißen vom 21.01.1216 erstmals "civitas" = Stadt genannt.
Nachdem 1349/50 die große Pestepidemie schon viele Opfer in Dresden forderte,
belagerten 1429 die Hussiten die Stadt und richteten große Schäden in
der bereits gut entwickelten Stadt an. Im Jahr 1485 wählten die albertinischen
Wettiner Dresden zu ihrem ständigen Hauptsitz.
Die albertinischen Herrscher waren Gegner der Reformation.
Dresden wurde Zentrum der Auseinandersetzung mit den Thesen Luthers. Der
Prediger und Ablasshändler Johann Tetzel, ein Widersacher Luthers, hielt
sich um 1509 in Dresden auf. Doch sein Wirken stieß auf Widerstand bei Georg
dem Bärtigen. Nach dem Tod von Herzog Georg führten dessen Nachfolger die
Reformation auch in Dresden ein. 1547/48, im Zuge des Schmalkaldischen
Krieges, erhielten die albertinischen Fürsten die Kurwürde und Dresden entwickelte
sich zu einem mächtigen deutschen Staate. 1549 verfügte Kurfürst
Moritz die Einverleibung Altendresdens nach Dresden. 1553 war das
Jahr des Regierungsantrittes von Kurfürst August. Die bauliche Veränderung
Dresdens schritt schnell und umfassend voran. Wirtschaftlicher und kultureller
Aufschwung waren deutlich zu verzeichnen. Die bestehende Burg wurde zu einer
mächtigen Schlossanlage umgebaut. Es entstanden u. a. Stallhof und Zeughaus.
Moderne Festungsanlagen ersetzten die Stadtmauer aus dem Mittelalter.
Die Erwerbsmöglichkeiten in Gewerbe und Handel wurden vielfältiger. Wohlstand
und Bevölkerungszahl stiegen erheblich. Die Auswirkungen des Dreißigjährigen
Krieges, an dem sich die Kursachsen ab 1620 (einmal auf kaiserlicher
und einmal auf schwedischer Seite) beteiligten, waren verheerend. Hunger,
Not und Pest verringerten die Bevölkerungszahl und die Wirtschaft der Stadt
wurde zugrunde gerichtet. So endete die erste große Epoche der Residenzstadt.
Waren auch die Rückschläge der Entwicklung Dresdens sehr schwer, dauerte
es nur wenige Jahrzehnte, bis die Stadt wieder in neuem Glanz errichtet
wurde.
Ein verheerender Brand im Jahr 1491 vernichtete die Stadt erheblich. Unter
der Herrschaft von Herzog Albrecht und seinem Sohn Georg dem Bärtigen wurde
die Stadt wieder errichtet und sie verjüngte sich durch die neu errichteten
Bauten, vorwiegend im spätgotischen Stil.