Dresden nach 1910 (aquarellierte Zeichnung von A. Michalski)
Stadtgeschichtliche Aufzeichnungen über Dresden sind relativ spät entstanden, so dass über die ursprüngliche Entstehungsgeschichte der Stadt sehr wenig bekannt ist bzw. überliefert wurde. Spätere Ausgrabungen wiesen auf Ansiedlungen slawischen Ursprungs hin. Erste Besiedlungen könnten bereits im 7. Jahrhundert in der fruchtbaren Elbtalweitung um Dresden bestanden haben. Der Name Dresden wird auf das altsorbische "Drezdany", das soviel wie Wald- oder Auenbewohner heißt, zurückgeführt. Die Ableitung vom altslawischen Wort "drezga" (Sumpfwald, Gestrüpp, Röhricht) ist noch umstritten. Die sorbische Bevölkerung wurde von der um 929 gegründeten Burg Meißen unterworfen, die Hauptstützpunkt deutscher Herrschaft war. Erst seit Beginn des 12. Jahrhunderts folgten den Slawen weitere Siedler, Bauern, Handwerker und Kaufleute, so dass die slawische Bevölkerung zahlenmäßig bald unterlag und es kam zur Germanisierung. Auch Dresden war wie viele andere Städte, die in dieser Zeit entstanden, eine planmäßige Gründung meißnischer Städte durch das Grafengeschlecht der Wettiner. Bei Dresden agierte vor allem Dietrich der Bedrängte unter Mitwirkung einiger Fernhandelskaufleute. Eine günstige Voraussetzung für die Gründung Dresdens war der Elbübergang von Meißen und
Freiberg (aufstrebende Silberbergbaustadt) aus zu den weiter nach Osten führenden Handelswegen. Bereits vor dem 12. Jahrhundert soll eine markgräfliche Burg auf dem Taschenberg zum Schutz des dort existierenden Elbübergangs (Brücke) gestanden haben.
Dresden nach 1910 (aquarellierte Zeichnung von Adolph Michalski)
Alte Burg von der Schlossstraße aus (hist. Zeichnung)
Alte Burg von der Schlossstraße aus (historische Zeichnung)